Krieger

Als runische Krieger bezeichnen wir Spezialisten im Umgang mit Kampfrunen.

Die Bezeichnung Krieger ruft oft Assoziationen mit einem Aggressor hervor. Runische Krieger sind jedoch eher defensiv ausgerichtete spirituelle Kämpfer, deren Aufgabe Schutz und Verteidigung derjenigen ist, die nicht für sich selbst kämpfen können.

Der Selbstschutz durch Kampfrunen ist für einen Runer nicht besonders problematisch. Andere zu schützen ist da schon sehr viel diffiziler. Auch wenn die grundsätzliche Ausrichtung eines runischen Kriegers defensiv ist, hat er doch die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, um einen fortgesetzten Angriff mit einer Gegenoffensive zu beenden und dabei aggressiv und entschlossen vorzugehen.

Handwerkszeug des runischen Kriegers ist der Kampfstab, ein hölzerner, mit den individuellen Kampfrunen seines Besitzers versehener Stab von 4-5cm Durchmesser. Seine Länge entspricht der Körpergröße des runischen Kriegers.
Gott der runischen Krieger ist der Ase Tyr.


Tyr und der Fenriswolf

Bild: Tyr und der Fenriswolf

Die Asen fürchteten sich vor dem ständig wachsenden Fenriswolf. Dieser konnte selbst die stärksten Ketten zerreißen. Daher ließen sie von den Dunkelalben die magische Fessel Gleipnir aus den Sehnen der Bären, dem Atem der Fische, den Bärten der Frauen, dem Speichel der Vögel, dem Geräusch eines Katzentritts und den Wurzeln der Berge anfertigen.

Der Fenriswolf war bereit, sich damit binden zu lassen. Er glaubte ja, dass nur seine Kraft erprobt werden solle. Zur Sicherheit verlangte er jedoch ein Pfand. Einer der Asen sollte eine Hand in sein Maul legen. Nur Tyr, der Gott des Krieges, war dazu bereit.

So konnte der Fenriswolf gefesselt werden. Dadurch wurde die Götterwelt gerettet. Tyr jedoch verlor seine rechte Hand. Als der Fenriswolf den Betrug erkannte, biss er sie ab.