Runenesoterik – Unsinn, Dummheit und Betrug

In der ursprünglichen Bedeutung des Wortes ist Esoterik eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten Personenkreis zugänglich ist. Im populären Sprachgebrauch wird das Adjektiv „esoterisch“ häufig abwertend im Sinne von „unverständlich“ oder „versponnen“ verwendet. Genau so möchten wir das Wort Runenesoterik verstanden wissen!

RunenesoterikEs gibt eine Reihe von Praktiken, die mit ernsthafter (teils sogar mit sinnvoller) Runenarbeit rein gar nichts zu tun haben. Manchmal sind es einfach Missverständnisse oder Fehlinterpretationen, die dazu führen. Nicht selten aber ist es auch Geschäftssinn.

In Onlineshops findet man handgemachte, „geweihte“ Runensteine. Handgemacht bedeutet in dem Fall oft, dass Bastelbeton, Ton, Kunststoff oder anderes, ungeeignetes Material in eine Form gepresst wird. Wie eine Runenweihe richtig vollzogen wird ist meist gar nicht bekannt und Runensteine? Mal ehrlich, wer will schon einen Runenstein nach Hause geliefert bekommen?

Praktikabel & Sinnvoll

Was praktikabel ist, muss nicht zwingend auch sinnvoll sein. Mann kann Runen in Holz quer zur Faserrichtung ritzen. Sinnvoll ist das nicht, denn es entspricht nicht dem optimalen Energiefluss. Man kann Runen auf Papier malen und damit „zaubern“. Aber auch das ist nicht sinnvoll, nichtplastische Runensymbole eignen sich einfach nicht für ernsthafte Runenarbeit.

 

RunenesoterikSolche Dinge sind nicht wirklich schlimm. Man kann es lernen und in Zukunft besser machen. Geschäftemacher, die „geweihte Runensteine“ verkaufen (die vermutlich aus chinesischer Massenproduktion stammen) sind ohnehin unbelehrbar. Man sollte einfach genau aufpassen, wo und was man kauft. Nicht akzeptabel sind jedoch Praktiken, die auf „vorsätzlicher Dummheit“ beruhen.

Runenesoterik extrem

Runenyoga wird immer noch praktiziert und als Mittel zur „wahren Einsicht“ gepriesen. Als rein sportliche Betätigung mag es seine Berechtigung haben. Von seinem Ursprung her beruht ist es jedoch auf arischem Größenwahn.

Runensänger sind Barden aus Finnland. Sie singen Volkslieder, die „Runen“ genannt wurden. Hier handelt es sich um eine Fehlinterpretation der wörtlichen Übersetzung.

Mit Divinatin, Weissagung, Wahrsagerei mittels Runen locken windige Geschäftemacher leichtgläubige Menschen in die Falle.


Zu Runenyoga siehe auch den Beitrag Runengymnastik auf Wikipedia.