Runenstäbe und Runensteine im Vergleich

Runer nutzen Runenstäbe für die Meditation und die magische Runenarbeit. Runensteine dagegen sind aufrechtstehende Steine, die mit Runeninschriften versehen sind.

Runensteine

Sucht man im Internet nach dem Begriff „Runensteine“ findet man Aussagen wie:
Runensteine sind in Edelstein gravierte Runen, die Schriftsteine der Kelten und Germanen.
… magische Runensteine aus Amethyst, Bergkristall, Hämatit.
Edles Set Runensteine aus Rosenquarz.
Ein Satz Runensteine (25 Stück) aus Ton.

Runenstäbe und Runensteine . RökstenenBild: Runenstein von Rök (Westseite)
Urheber: Bengt Olof ÅRADSSON
Unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 1.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Um es ganz klar zu sagen: DAS ist ein Runenstein!

Der Rökstenen ist 3,82 Meter hoch. Die Runeninschrift ist in altnordischer Sprache. Mit rund 750 Zeichen ist es die längste bekannte Runenschrift.

Wie eingangs bereits erwähnt, sollte sichergestellt sein, dass alle Beteiligten auf der gleichen Grundlage kommunizieren. Runensteine sind also Runensteine und Runenstäbe sind magische Werkzeuge.

Und in den allerseltensten Fällen macht es Sinn, Runenstäbe aus dem Material „Stein“ anzufertigen.

 

Runenstäbe

Abgesehen von einem Laidon ist ein Set aus vierundzwanzig Runenstäben das erste Werkzeug eines Runers. Dabei ist die Auswahl des Materials von immenser Bedeutung. Ausführlicher wird das im Beitrag „Ritzen von Runen“ erläutert. Auf Minerale und Gestein wollen wir aber ein klein wenig näher eingehen.

Vorweg: In diese Kategorie fallen nur die Minerale nichtorganischen Ursprungs! Fossile Harze wie Bernstein, aber z.B. auch die zu den Mineralen zählenden Nierensteinbildner Whewellit und Weddellit sind hiervon ausdrücklich ausgenommen. Der Einfachheit halber sprechen wir hier verallgemeinernd von „Steinen“.

Ein Energiefluss wie in organischen Materialien findet in Steinen nicht statt. Egal, woher die Energie kommt, sie wird über der Ebene der Rune gebündelt und (in ihrer Wirkung durch die Rune beeinflusst) abgestrahlt. Sie geht also nicht durch den Stein, wie es bei Bernstein oft so schön zu beobachten ist. Legt man also einen flachen Stein auf die Erde und ritzt in seine Oberseite eine Rune, so wird die Energie senkrecht nach oben, im rechten Winkel zu der Rune, abgestrahlt.

Diesen Effekt kann man sich für verschiedene Anwendungen zunutze machen. Für ein Runenset macht es nicht wirklich Sinn.