Steinsetzung – Rahmenanordnung größerer Steine

Steinsetzung - Hekeser Steine SteinreiheAls Steinsetzung wird in der Archäologie die Rahmenanordnung mehrerer größerer Steine (in der Regel Megalithen) aber auch Steinpflaster verstanden. Sie entstanden von der Jungsteinzeit an bis in die Eisenzeit in verschiedenen Regionen Europas als Grabmarkierung oder Grabüberbau.

Steinsetzungen treten in den unterschiedlichsten Formen auf. Teils als geometrische Formen (Kreise und Quadrate und Rechtecke), aber auch als U-förmige Setzungen. Schiffssetzungen gehören ebenfalls zu den Steinsetzungen.

Abgrenzung der Steinsetzung

Einzelne Menhire, Monolithen oder Findlinge, wie der Tirslundstein auf Jütland, sind keine Steinsetzungen. Auch Hügeleinfassungen oder Baulichkeiten ähnlicher Art die keinen Selbstzweck erfüllen, gehören nicht dazu. Ihre Größe sollte nicht unter Kopfgröße absinken (wie bei Radgräbern). Niedrige Steine zeichnen z. B. die Steinkreise von Beaghmore im County Tyrone in Nordirland aus. Sie liegen am unteren Ende der Skala. Die Steine dürfen auch nicht mauerartig geschichtet sein.

Steinsetzungen bei Gräbern

In Schweden wurden während der römischen Eisenzeit Steinsetzungen über Brandgräbern errichtet. Sie waren für Frauen und Männer unterschiedlich. Für Frauengräber wurden ausschließlich runde Steinsetzungen verwendet. Dagegen gab es für Männer verschiedene Variationen. Wie weit diese Sitte verbreitet war, ist noch nicht erforscht.

Steinsetzungen bei Megalithanlagen

Steinsetzung - Hekeser_Steine_Grab_BZur Nekropole von Bougon gehören neben einer Gruppe von Hügelgräbern auch lineare Setzungen. Die Kombination von Großsteingrab und Steinsetzung gibt es ebenfalls in Deutschland bei der Anlage von Hekese.

Dabei handelt es sich um zwei neolithische Megalithanlagen der Trichterbecherkultur in Niedersachsen. Sie liegen südlich von Hekese, einem Ortsteil von Berge, und nördlich von Restrup, einem Ortsteil von Bippen. Als einzige in Deutschland sind sie mit einer Steinreihe verbunden. Die Anlage liegt an der „Straße der Megalithkultur“.

Beide Anlagen vom Typ Emsländische Kammer sind leicht trapezoid und hatten neun Decksteine, von denen die beiden äußeren und der Mittlere auf drei Steinen in Form von Dreipunktauflagen aufliegen, während übrigen Decksteingruppen (zwei mal drei Steine) als Joche errichtet wurden.


Quelle: Wikipedia.de
Bilder (2): „Hekeser Steine“ Lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“.
Urheber: Megalithicguy

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