Weitere Runensteine und Runentextdatenbank

Allein in Skandinavien wurden rund 3200 Runensteine gefunden. Sie alle aufzuführen sprengt den Rahmen dieser Website. Unter „Weitere Runensteine“ haben wir daher eine kleine Auswahl interessanter Runensteine zusammengestellt.

Weitere Runensteine – Runenstein von Ålgård

… steht am Lilandsveien nordöstlich von Hauge i Dalane (Kommune Sokndal) in der Fylke Rogaland in Norwegen. Der Runenstein ist 1,75 Meter hoch und hat eine Basis von 40 × 20 cm. Es verjüngt sich etwas zur abgerundeten Spitze hin. Der etwas schief stehende Stein ist ein Teil eines Zaunes, der ein Grundstück einhegt. Er wird auf 800–900 n. Chr. datiert. Aus seinem Umfeld sind keine anderen Artefakte bekannt.

Die Runeninschrift im jüngeren Futhark geht von unten nach oben entlang einer flachen Seite des Runensteines. Die Länge der Inschrift beträgt etwa 1,0 Meter und endet etwa 25 cm von oben. Die Runen sind etwa 10 cm hoch. Die Inschrift, deren Anfang mit dem Namen erodiert ist, lautet: „… errichtete diesen Stein„.
Quelle: Wikipedia.de


Weitere Runensteine - Runenstein von ÄlleköpingeBild: Runenstein von Älleköpinge
Urheber: Helen Simonsson

Weitere Runensteine – Runenstein von Älleköpinge

Der Runenstein von Älleköpinge (schwedisch Älleköpingestenen; Samnordisk runtextdatabas DR EM85; 377) ist ein wikingerzeitlicher (800–1050 n. Chr.) Runenstein aus rötlichem Granit. Er wurde 1965 bei einer Ausgrabung der Kirchenruine von Älleköpinge bei Åhus in Schonen in Schweden entdeckt. Der Stein war dort als sekundär verwendeter Grundstein in die Kirchenmauer eingebaut.

Er ist etwa 3,2 Meter hoch, 104 cm breit und 50 cm dick. Die Inschrift lautete: „Billing setzte nach Skröte (Skrauti) diesen Stein“. Er steht heute vor dem Åhus Museum.

Die 18–22 cm hohen Runen stehen in einer vertikalen Reihe, die durch Rahmenlinien begrenzt ist. Trotz ihrer Kürze ist die für dänische Runensteine typische, schlichte, lineare Inschrift von Wert. Die männlichen Namen, Billing und Skrauti, wurden auf keinem anderen Stein gefunden. Aus runografischer Sicht ist der Stein von Interesse, da der Runenmeister sowohl normale als auch kurzstäbige Runen verwendet.
Quelle: Wikipedia.de


Weitere Runensteine – Runenstein von Alstad

Der Runenstein von Alstad (norwegisch Alstadstenen, mit den Inschriften N 61 und N 62) ist ein norwegischer Runenstein aus dem späten 10. Jahrhundert mit reichen Verzierungen im Ringerike-Stil. Er steht im Museum für Kulturgeschichte an der Universität Oslo und stammt vom Hof Alstad, nordöstlich vom Weiler Lena in der Kommune Østre Toten bei Raufoss im Süden von Oppland.

Der Alstadstein ist etwa 2,7 hoch, 40 cm breit und 13 Zentimeter dick. Der längliche Stein aus rotem Sandstein ist auf beiden Breitseiten mit Bildern im Ringerike-Stil und mit zwei verschieden alten von unten nach oben zu lesenden Inschriften versehen.

Die älteren Inschrift besagt, dass Jórunnr den Stein nach ihrem Ehemann aufrichtete.

Weitere Runensteine - Runenstein von AlstadBild: Runenstein von Alstad
Urheber: Skadinaujo

Zwischen 1050 und 1075 wurde unter den Bildern der Vorderseite eine neue waagerechte, dreizeilige Inschrift in Stutzrunen (mit punktierten Runen) hinzugefügt. Diese besagt, dass Engli den Stein nach seinem Sohn Thóraldr errichtete, der in Vitaholmr (Weißen Holm) zwischen Ustaholm und Gardarike umgekommen ist. Vitaholm gilt als alter Name für Kiew. Gardar war der alte Name für Russland. Damit zählt der Stein zu den etwa 30 Gardarike- oder Waräger-Runensteinen.

Der Stein wird erstmals im Jahr 1600 erwähnt, als er sich vor dem Hauptgebäude der Farm befand. Um 1830 wurde er durch einen umstürzenden Baum beschädigt, der den Stein an der Unterseite der Basis abbrach. Er wurde repariert, wieder aufgebaut, und 1854 fotografiert. Im Jahr 1913 kam der Stein in das Geschichtsmuseum und stand viele Jahre am Eingang des Historischen Museums.

Auf der Vorderseite des Steines fliegt ein Raubvogel nach oben. Unter dem Vogel sind ein Hunde, Pferd und Reiter dargestellt. Einer mit einem Vogel auf der Hand. Die Pferde und Hunde im Bild bewegen sich von rechts nach links. Alle Tiere sind im Profil und leicht zu sehen. Die Darstellung wurde als Jagdszene interpretiert.
Quelle: Wikipedia.de


Weitere Runensteine – Runenstein an der Ås kyrka

Weitere Runensteine - Runenstein an der Ås kyrkaBild: Runenstein in der Wand der Ås kyrka

Urheber: Västgöten

Der Runenstein an der Ås kyrka südlich von Grästorp in Västergötland in Schweden hat sein dänisches Gegenstück im Runenstein 2 von Hobro (dän. Hobro-stenen 2). Beide Runensteine berichten davon, dass ein Thore den Stein für seinen Gefährten Karl setzte. Dass es sich um schwedische Wikinger handelt, die sich etwa um 1000 n. Chr. in der Nähe von Hobro aufhielten, geht aus der Form des Hobrosteins 2 hervor, dessen Inschrift in einem hufeisenförmigen Schlangenband steht und im Uhrzeigersinn zu lesen ist. Diese Form ist für dänische Runensteine untypisch. Jedoch ist auch der „Hobro-stenen 1“ ein Schlangenbandstein.

Weitere Runensteine - Hobro-stenen 2Bild: Hobro-stenen 2

Urheber: National Museum of Denmark

Offenbar waren Thore und Karl mit dänischen Wikingern gefahren, als Karl (evtl. in der kaum überlieferten Schlacht von Gudenmor) starb. Steinsetzungen, die sich auf den Tod eines Gefährten beziehen, sind auch aus anderen Gegenden Schwedens bekannt. Hinweise darauf, dass der Hobrostein 2 von einem dänischen Runenmeister stammt, gehen aus der Textformulierung hervor, der verblüffende Ähnlichkeit mit dem auf einem Stein hat, der ursprünglich südlich der Kirche von Glenstrup (Glenstrup-stenen 2) stand.

Die Kirche von Ås liegt auf einem wikingerzeitlichen Grabhügel von 50 m Durchmesser und 2,5 m Höhe, in dem sich ein Bootsgrab befinden könnte. Bei einer Testgrabung stieß man 1982 auf eine Dichtungsschicht aus Heidekraut. Woher der schlanke hohe Stein stammt, der liegend in die Wand der Kirche eingemauert wurde, ist unbekannt.
Quelle: Wikipedia.de


Weitere Runensteine – Gräberfeld von Åsa

Weitere Runensteine - Runenstein Sö 200 (Asa)Bild: Runenstein Sö 200 auf dem Gräberfeld von Åsa

Das Gräberfeld von Åsa (schwedisch Åsa gravfält) ist eines der größten Gräberfelder in der schwedischen Provinz Södermanlands län. Es liegt auf einem Bergrücken nördlich von Stallarholmen auf der Selaön in der Gemeinde Strängnäs und stammt aus der späten germanischen Eisenzeit (ab 400 n. Chr.) und der Vendelzeit (650–800 n. Chr.). Das Gräberfeld ist als Reichsinteresse klassifiziert.

Der Platz beherbergt 250 verschiedene Denkmäler. Die undatierte, einst 33,0 m lange und acht Meter breite Schiffssetzung „Åsa domarsäte“ bestand einst aus 24 (heute 18) Steinen und gehört neben dem „Runenstein Sö 200“ aus dem 11. Jahrhundert zu den herausragenden Monumenten.

Der Runenstein wurde 1602 von Johannes Bureus gefunden und trägt die Inschrift: „Trotte, Rolev, Östen, Nase und Glägge errichteten diesen Stein nach Arnsten, ihrem Vater“. Die Namen Trotte und Glägge sind sehr selten. Der anonyme Runenmeister, der diese Inschrift meißelte, weist in seinen Arbeiten charakteristische Merkmale auf, so dass ihm weitere drei Inschriften auf Selaön zugeschrieben werden.
Quelle: Wikipedia.de


Allgemeine Informationen zu Grundtypen, Schrifttypen und Verbreitung von Runensteinen.

Bilder: Lizensiert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert

Gesamtnordische Runentextdatenbank

Die Gesamtnordische Runentextdatenbank ist eine 1993 von der Universität Uppsala begonnene Datenbank. Das Ziel ist, einen vollständigen, maschinenlesbaren Katalog von Runeninschriften zu erstellen. In der aktuellen Version aus dem Jahre 2008 sind über 6500 Inschriften enthalten. Die Datenbank sowie der dazugehörige Client Rundata sind für verschiedene Betriebssysteme frei im Internet erhältlich.

Nutzung der Runentextdatenbank

Jeder Eintrag der Datenbank enthält den Text, das Format und den Auffindungsort. Weiterhin
eine Übersetzung ins Schwedische und wahlweise ins Englische. Auch Daten über den Runenstein an sich mit Verlinkungen zur Datenbank des Riksantikvarieämbetet sowie zu einer dem Raä angegliederten Literaturdatenbank sind enthalten. Die konkrete Suche der Inschriften erfolgt über die Eingabe der Siglen des Katalogs der Sveriges runiskrifter. Alternativ für die Inschriften im älteren Futhark nach dem Katalog von Krause/Jankuhn (KJ) und Moltke/Jacobsen (DR).

Wahlweise ist zudem die Suche durch die Eingabe eines bekannten Suchwortes aus den Inschrifttexten möglich. Dazu zählen die Eigennamen eines Runenmeisters, eines Stifters, Stifterin oder einer Gottheit und bestimmter Formeln. Auch Wendungen und prägnante Formelwörter wie beispielsweise kumbl = „Grab, Grabhügel“ sind möglich. Des Weiteren sind bei der Suche Verfeinerungen durch die Eingabe altnordischer Grapheme (æ,ø,œ,ǫ,ð,þ) wählbar.

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