Runenstein von Ådala (etwa 950–1050 n. Chr.)

Runenstein von ÅdalaBild: Runenstein von Ådala
Urheber: Kenny_lex

Der Runenstein von Ådala steht am Südrand des Tätorts Landfjärden in der Gemeinde Nynäshamn in der schwedischen Provinz Stockholms län. Er stammt aus der Endphase der Wikingerzeit (etwa 950–1050 n. Chr.).

Der 1,95 m hohe und 1,52 m breite Stein aus grauem Granit wurde 1939 bei Bauarbeiten gefunden. Da er mit der Inschrift nach unten lag, wurde er für den Transport zersprengt. Beim Abtransport wurde die Inschrift entdeckt. 1943 wurde der rekonstruierte Stein in der Nähe des Fundortes aufgestellt und 2002 erneut versetzt.

Der Text auf Stein ist durch Verwitterung und wegen der Zerstörung beim Auffinden nur schwer lesbar. Er lautet übersetzt:
Bjarne und Ger ließen den Steine aufstellen nach Näsbjörn (?), ihrem Vater, … Gudfinns Bruder.

Alle Personennamen waren zum Auffindezeitpunkt für Södermanland noch unbekannt. Zu Bjarne gibt es zeitgleiche Belege aus Norwegen und Island, Ger und Gudfinn sind ebenfalls auf Island belegt.


Allgemeine Informationen zu Grundtypen, Schrifttypen und Verbreitung von Runensteinen.
Quelle: Wikipedia.de
Bild: Lizensiert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch
Die hier beschriebenen Runensteine sind nicht gleichzusetzen mit den irrtümlich als Runensteine bezeichneten Runenstäben.

Die Samnordisk runtextdatabas ist eine 1993 von der Universität Uppsala begonnene Datenbank. Das Ziel ist, einen vollständigen, maschinenlesbaren Katalog von Runeninschriften zu erstellen. In der aktuellen Version aus dem Jahre 2008 sind über 6500 Inschriften enthalten. Die Datenbank sowie der dazugehörige Client Rundata sind für verschiedene Betriebssysteme frei im Internet erhältlich.

Jeder Eintrag der Datenbank enthält den Text, das Format und den Auffindungsort. Weiterhin eine Übersetzung ins Schwedische und wahlweise ins Englische. Auch Daten über den Runenstein an sich mit Verlinkungen zur Datenbank des Riksantikvarieämbetet sowie zu einer dem Raä angegliederten Literaturdatenbank sind enthalten. Die konkrete Suche der Inschriften erfolgt über die Eingabe der Siglen des Katalogs der Sveriges runiskrifter. Alternativ für die Inschriften im älteren Futhark nach dem Katalog von Krause/Jankuhn (KJ) und Moltke/Jacobsen (DR).

Wahlweise ist zudem die Suche durch die Eingabe eines bekannten Suchwortes aus den Inschrifttexten möglich. Dazu zählen die Eigennamen eines Runenmeisters, eines Stifters, Stifterin oder einer Gottheit und bestimmter Formeln. Auch Wendungen und prägnante Formelwörter wie beispielsweise kumbl = „Grab, Grabhügel“ sind möglich. Des Weiteren sind bei der Suche Verfeinerungen durch die Eingabe altnordischer Grapheme (æ,ø,œ,ǫ,ð,þ) wählbar.

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