Litha

Litha ist das bewegliche Fest zur Sommersonnenwende, am 20., 21. oder 22. Juni.

Litha wird im modernen Sprachgebrauch als „Licht“ interpretiert. Seine Herkunft hat es vermutlich aus der keltischen Bezeichnung für „Mittsommerfest“.

Das Mittsommerfest wird als Fest des Lichtes am längsten Tag des Jahres gefeiert. Die Sonne entfaltet ihre kraftvollsten Energien und ihr wird zu Litha gedankt. Im keltischen und germanischen Festbrauch wurden zu Mitternacht brennende Räder, sogenannte Sonnenräder, von Hügeln hinabgerollt. Damit sollte der Tag noch weiter verlängert und die Sonne geehrt werden. Das Symbol des Sonnenrades erlangte traurige Berühmtheit als Hakenkreuz. Litha jedoch steht für Licht, Lebenskraft, Überfluss aber auch für das Prinzip der Ausgewogenheit.

Unverzichtbarer Bestandteil der Feierlichkeiten zu Litha ist offenes Feuer. Ob man sich mit Freunden zum Grillen trifft und ein paar Fackeln aufstellt oder ein großes Feuer entzündet ist dabei nicht von Belang. Die offene Flamme als Symbol und zu Ehren der Sonne ist es, worauf es ankommt.

Liebende springen Hand in Hand über das Feuer um ihre Verbundenheit zu zeigen. Zuvor sammelt der Mann Feldblumen und bindet daraus einen Kranz für seine Geliebte. Indem er ihn ihr zu Beginn der Feier auf das Haupt setzt, erneuert er sein Treueversprechen an sie. Gelingt der gemeinsame Sprung über das Feuer wirft sie den Kranz danach in die Flammen und erwidert so sein Versprechen.
Dieser Brauch ist auch von Ostara resp. den Osterfeuern bekannt und vergleichbar mit dem Treueschwur zu Beltane.

Litha ist das Fest der Völven und zugleich ihre arbeitsreichste Zeit des Jahres. Am Tag der Sommersonnenwende sammeln sie Pflanzen und Kräuter und vollziehen das Ritual zu Ehren Freyjas. Am Tag davor weihen sie vorbereitete Amulette und am Tag danach werden Liebestränke gebraut und Salben angerührt.

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