Jul

Jul (Wintersonnenwende, 21. oder 22. Dezember)

Das Julfest ist auch als als Wintersonnenwende oder Mittwinter bekannt. Es wird gefeiert, wenn der kürzeste Tag und die längste Nacht ist. Denn von nun an geht es wieder bergauf. Die Tage werden allmählich wieder länger, die Sonne kehrt zurück.

Schon in alter Zeit war es Brauch immergrüne Pflanzen, wie zum Beispiel Tanne oder Stechpalme ins Haus zu holen, und diese zu schmücken. Sie galten einst als besonders zaubermächtig, denn man glaubte, weil sie auch im Winter grün blieben, könnten sie den Tod besiegen.

Für runische Schamanen ist die Nacht nach der Wintersonnenwende die erste von zwölf Rauhnächten. In dieser Zeit steht das Rad der Sonne scheinbar still. Die Tage werden nicht wieder länger, alles ruht. Nur die wilde Jagd stürmt über das Land. Selbst die Seelen der schlimmsten Übeltäter erhalten, sofern sie nicht von Hel beansprucht wurden, eine Chance und werden von den Walküren nach Volkwang geleitet.

In einer der Rauhnächte begingen unsere Vorfahren ein Ritual, indem sie alle Feuer löschten und dann mit einfachsten Mitteln ein neues Feuer entzündeten. Dieses neue Feuer wurde genutzt, um alle Herdfeuer neu zu entfachen. Symbolisch stand es für die Wiedergeburt des Lichtes, den Neubeginn des Jahreskreislaufes.

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